Stadtrundgang aus philosophischer Sicht

Keine Stadt lässt es sich nehmen, ihre guten und schönen Seiten, aus altstädtischer Vergangenheit, in moderner Gegenwart und mit Zukunftsaussichten darzustellen.

Ein derartiger Stadtrundgang ist verständlicherweise nachfragebedürftig: Was verbirgt sich hinter dieser Gästeführung, dem Gang durch die Altstadt mit philosophischem Charme? Lässt sich ein Stadtrundgang philosophisch erzählen? Wie geht das? Was sind ihre geistigen Schwergewichte, wenn es darum geht, eine Stadt wie Rostock aus einer philosophischen Perspektive zu präsentieren?

Das Philosophische präsentiert sich nicht wie ein Haus, ein Stadttor oder eine Plastik im öffentlichen Raum, die unmittelbar anzusehen oder anzufassen sind. Es ist im Verborgenen präsent. Das heißt, es braucht eine Sicht- und Denkweise, die das Philosophische in den Dingen und Ereignissen erschließbar machen. Auch das reicht manchmal nicht. Es ist oft auch ein Weg des Entdeckens, der nicht immer gleich erschließbar ist.

Dies ist vergleichbar mit Forschungen in der Astrophysik. Die Entdeckung der 3-Kelvin-Reststrahlung, eines Schwarzen Lochs, eines Doppelsterns oder der Zusammensetzung der Atmosphäre eines Planeten außerhalb unseres Sonnensystems sind nicht vorrangig das Ergebnis einer astronomischen Beobachtung, sondern das Resultat mathematischer Berechnungen, Ableitungen, Spektralanalysen und astronomischer Schlussfolgerungen. All diese Objekte sind existent, doch sie verwehren uns ihre unmittelbare Anschaulichkeit und Erfahrung. Der Zugang hin zu einer philosophischen Entdeckung unserer Lebenswelt braucht also eine Denkweise, die über die Beobachtung und Wahrnehmung des Alltäglichen hinausgeht.

Welche Fragen sind es, die in einem philosophischen Stadtrundgang »versteckt« sind, ohne dass sie in jedem Fall bei einer Führung direkt zu Worte kommen (müssen!), sondern in der Beschreibung des städtischen Geschehens, also während der Gästeführung, eingebettet sind:

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